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Uwe Neuhaus’ Wundertüte. Oder die Mannschaftsaufstellung des ersten 1. FC Wundervoll. Erstmalig standen alle vier Neuzugänge in der ersten Elf. Dabei auch überraschend Dominic Peitz, der mit Younga-Mouhani überzeugend die Doppelsechs besetzte. Mehr und mehr wirkt das Team auch stabilisiert und lässt sich nicht mehr einfach durcheinander wirbeln. Vorne wirkte Mosquera als sehr belebendes Element auch wenn er nicht zu einem erfolgreichen Abschluss kam. Und Brunnemann zeigte, welche Impulse er auf der Außenbahn für das Spiel nach vorne setzen kann. Schade, dass sich die Mannschaft nicht mit einem gegentorlosen Spiel für die sehr kompakte erste Hälfte belohnt hat. In Halbzeit zwei ließ man die Bielefelder besser ins Spiel kommen und kassierte das Gegentor erneut nach einem Standard. Diesmal einem Eckball. Aber vielleicht klappt das am Sonntag gegen den TSV 1860 München besser.
DSC Arminia Bielefeld – 1. FC Union Berlin 1:1 (0:0)
1:0 Kucera (57.)
1:1 Peitz (76.)
Gelbe Karten: Katongo, Bollmann, Fort – Peitz (1)
Platzverweis: Katongo (Gelb-Rot)
Zuschauer: 16.900

Freitag Abend. Noch nicht richtig von der Woche gelöst. Und schon sollte es losgehen. Ein Spiel, das zum Sicherheitspiel hochgejazzt wurde. Osten und so.
Die Aufstellung verwunderte etwas. Was hat Neuhaus vor? Und Stuff wieder in der Startelf? Das war unerwartet. Am Ende startete die Mannschaft mit einer Dreierkette und einem Fünfer-Mittelfeld davor. Und sie machte ihre Sache gut. Aber der Funke wollte dieses Mal nicht überspringen. Trotz Nebel und Pyro von der Waldseite. Beinahe drängte sich der Eindruck auf, dass den Zuschauern die Pleite gegen St. Pauli noch mehr in den Knochen saß als den Spielern. Oder vielleicht waren einige aus Träumereien aufgewacht?
Die Partie war nicht schön. Aber sie war eben auch nicht schlecht. Da spielten zwei Mannschaften gegeneinander, die beide momentan nicht viel Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten haben. Entsprechend waren Torraumszenen Mangelware. Union reichte ein direkter Freistoß von Mattuschka. Ballsicherung. Den Gegner nicht an den eigenen Strafraum kommen lassen. Und ab und zu überlegte Angriffe starten. Doch der letzte Pass kam nicht an. Fleißig waren Biran und Sahin vorne. Aber sie suchten zu selten den Abschluß und legten den Ball ab. Der angespielte Mitspieler stand allerdings selten besser zum Tor. Benyamina und Mosquera fehlten der Mannschaft als Anspielstationen.
In der zweiten Hälfte übernahm Cottbus das Spiel und bei Union begann die Angst vor einem Fehler. Konstruktive Spielzüge kamen kaum mehr zu Stande. Letztlich ging das 1:1 nach dem Spielverlauf in Ordnung. Aber freuen konnte sich niemand darüber. Bemben humpelte in der zweiten Halbzeit wohl angeschlagen über den Platz. Hoffentlich nichts Schlimmes. Der Mannschaft merkt man an, dass sie momentan für jedes kleinere Erfolgserlebnis enorm investieren muss. Für euphorischere Stimmung sorgte danach das Stück zum Spiel in der Freiheit 15.
1. FC Union Berlin – FC Energie Cottbus 1:1 (1:0)
1:0 Mattuschka (25.)
1:1 Kweuke (62.)
Gelbe Karten: Dogan (5) – Burca, Bittroff, Kruska
Zuschauer: 18.212

71 oder 72 Minuten (auf eine gemeinsame Stoppuhr konnten sich die anwesenden Journalisten nicht einigen) soll sie am Montag gedauert haben die Analyse des Spiels bei St. Pauli. Das ganze Match wird Uwe Neuhaus seinen Spielern also nicht gezeigt haben. Wahrscheinlich wird er ihnen erklärt haben, dass 59% Ballbesitz während des Spieles zwar nett anzusehen sind, aber nichts über die Qualität des Spieles aussagen, wenn man mit dem Ballbesitz nichts anzufangen weiß. Das illustriert die Statistik über die erfolgreichen Pässe. Union hat 441 erfolgreiche (von 532) Pässe gespielt. St. Pauli kam mit 267 (370) erfolgreichen Pässen aus. Vor allem Pässe in der eigenen Hälfte spielte der Gastgeber mit 153 knapp 100 weniger als der 1. FC Wundervoll. Man mag also auf das Defensivverhalten der Jungs in rot-weiß eindreschen, aber das eigentliche Problem bestand darin, dass man über 90 Minuten nicht in der Lage war, einen zielstrebigen Angriff zu inszenieren. Jedenfalls, wenn man drei Punkte mitnehmen wollte.
Das schöne an der ganzen Sache ist, dass es nur wenige Tage bis zum nächsten Spiel sind. Und bei Tabellenplatz fünf brechen auch nicht gerade Depressionen aus. Also Vorfreude auf ein ausverkauftes Stadion am Freitag gegen Cottbus.
FC St. Pauli – 1. FC Union Berlin 3:0 (3:0)
1:0 Ebbers (9.)
2:0 Kalla (14.)
3:0 M. Kruse (39.)
Gelbe Karten: Younga-Mouhani (6.)
Zuschauer: 19.901 (ausverkauft)

Bei den Noten kommt Jan Glinker als Torhüter natürlich am besten weg. Christoph Menz hat das Glück, in der ersten Hälfte, als St. Pauli eigentlich jeden Angriff gefährlich vor das Tor brachte, nicht auf dem Platz gestanden zu haben. Rauw wurde deutlich schlechter als sein linker Gegenpart Kohlmann bewertet. Die gefährlichen Angriffe von St. Pauli wurden über die rechte Verteidigerseite initiiert. Aber auch offensiv lag unsere linke Seite brach. Als Vergleich ein Blick auf die geführten Zweikämpfe und Ballkontakte:
Kohlmann (2 erfolgreiche von 3 Zweikämpfen und 85 Ballkontakte)
Rauw (5 erfolgreiche von 14 Zweikämpfen und 85 Ballkontakte)
Parensen (6 erfolgreichen von 10 Zweikämpfen und 68 Ballkontakte)
Mattuschka (5 erfolgreiche von 16 Zweikämpfen und 98 Ballkontakte)
Die Überschrift ist Quark. Dieses Spiel am Montag Abend kann ich nicht nüchtern betrachten und deshalb gibt es ausnahmsweise die Ich-Perspektive. Heute morgen bin ich aufgewacht und summte die ganze Zeit die Melodie zu “Union ist der geilste Klub der Welt!”. Was war passiert?
Das Stadion an der Alten Försterei war zum ersten Mal in einem Zweitligaspiel mit voller Auslastung ausverkauft. Die Gäste kamen zum familienfreundlichen Montagabendtermin zahlreich mit 2.200 Anhängern. Da zahlt es sich auch mal aus, dass es eigentlich kaum echte Berliner gibt und dafür viele Zugereiste. Vor mir auf der Gegengeraden steht ein kleiner Junge um die acht Jahre. “Und wo steht Papa?” – “Dein Vater steht da drüben bei denen aus Kaiserslautern. Das wollte er unbedingt”, antwortet die Begleitung. Ein wenig musste ich mir auch einen grinsen als die Gäste mit einer großen Blockfahne grüßten und unsere Ultras dem nichts entgegenzusetzen hatten.

Zum Spiel: Uwe Neuhaus setzte wohl auf Konterspiel und ließ die beiden Oldies Gebhardt und Bemben draußen. Kaiserslautern war der erwartet starke Gegner, der ähnlich wie vorher Fürth oder Karlsruhe, mit Pressing unsere Mannschaft bereits beim Spielaufbau störte. Dieses Mal ging unsere Mannschaft allerdings von Anfang ebenfalls engagiert in die Zweikämpfe. Und so war die gesamte erste Halbzeit eine Abnutzungsschlacht. Wenn auch eine ansehnliche, da niemand vorher vermutet hätte, Union würde Kaiserslautern spielerisch besiegen wollen. Die in der Länderspielpause geführte Diskussion über unseren Torhüter und die Innenverteidigung hinterließ bei mir die Nachwirkung, dass ich mehr auf das Zusammenspiel geachtet habe. Und vor allem in der ersten Hälfte gab es den einen oder anderen Moment, in dem die Absprache zwischen Glinker und den Innenverteidigern nicht klappte. Aus Situationen, in denen der Torhüter herausläuft und der Innneverteidiger noch vor dem Stürmer an den Ball kommt, sind die schönsten Eigentore entstanden. Gestern ging es gut. Dafür sorgte dann aber ein Standard für das Gegentor. Das kann man trainieren.
In der zweiten Hälfte zog sich Kaiserslautern nach einer Druckphase weit zurück und überließ Union das Spiel. Gebhardt kam für Mattuschka und damit bessere Anspiele in die Spitze. Denn bei allem Kampf fehlte in Halbzeit eins die Präzision im Zuspiel nach vorne. Ärgerlich, dass es Sahin wieder mal mit einer Flugeinlage im Strafraum probierte. Dieses Mal gab es Gelb dafür. Ein nach meiner Sicht klarer Elfmeter wurde kurze Zeit später nicht gegeben sondern als Freistoß von der Strafraumlinie ausgeführt. Über Zusammenhänge zu Sahins Fallsucht, die er gar nicht nötig hat, darf spekuliert werden. Daran hat es aber auch nicht gelegen. Nach dem Konter zum 2:0 war die Gegenwehr unserer Mannschaft erlahmt.
Dafür ging es auf den Rängen erst richtig los. Das ganze Stadion singt, wie es respektvoll von den anderen Fans heißt “unser Lied”. Erpelpelle nennt der Berliner solche Gefühlswallungen. “FC Union!” Das Spiel bereits abgepfiffen. “Unsere Liebe!” Die Lauterer Spieler haben sich für ihre Tabellenführung feiern lassen und gehen in die Kabine. “Unsere Mannschaft!” Und kaum einer verlässt das Stadion. “Unser Stolz!” Aufmuntern, der Spieler, die etwas die Schultern hängen lassen, weil trotz des Aufwandes nicht herausgesprungen ist. “Unser Verein!” Kinder stehen wie gebannt am Zaun, obwohl die Mannschaft, bereits vorbeigelaufen ist. “Union Berlin!”
Noten sind mir persönlich dieses Mal egal, da es eine geschlossene Leistung der gesamten Mannschaft war. Deswegen dazu keine Worte.
Update: Wer ein kurzes Filmchen vom Gesang nach dem Spiel sehen möchte, schaue mal bei den Supporters von St. Pauli vorbei, die sich unser Wohnzimmer angesehen haben.
1. FC Union Berlin – 1. FC Kaiserslautern 0:2 (0:1)
0:1 Amedick (30. Min)
0:2 Jendrisek (78. Min)
Gelbe Karten: Sahin (4), Göhlert (3) – Jendrisek
Zuschauer: 19.000 (ausverkauft)
Wie war das nochmal? Karlsruhe. Das ist, der gefühlten Zeit nach, sehr lange her. Dazwischen lagen der medial sehr stark begleitete Freitod von Robert Enke, die Qualifikation Frankreichs zur Handball-WM und letztlich wieder einmal das Café King.
Trotzdem noch einmal der nüchterne Blick zurück auf das Spiel im Wildpark. Ein Spiel mit zwei Gesichtern der eisernen Mannschaft. Die zweite Halbzeit war jedenfalls kämpferisch und spielerisch richtig gut. Daran könnte die Mannschaft anknüpfen am Montag vor vermutlich ausverkauftem Haus gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Karlsruher SC – 1. FC Union Berlin 3:2 (3:0)
1:0 Blum (14.)
2:0 A. Fink (24.)
3:0 A. Fink (32.)
3:1 Mattuschka (49.)
3:2 Sahin (71.)
Gelbe Karten: A. Fink, Staffeldt – Dogan (4), Sahin (3)
Zuschauer: 17.235
Dogan könnte sich also eventuell im nächsten Spiel seine fünfte gelbe Karte abholen. Ansonsten zeigt die Notenvergabe, dass jegliche Diskussion um Jan Glinker ein Jammern auf hohem Niveau ist. Klar ist, vor allem im Hinblick auf seine momentanen kleinen Verletzungen, dass die Mannschaft hinter dem ersten Torhüter nicht adäquat besetzt ist und dazu weiterhin der dritte Torhüter Christoph Haker verletzungsbedingt fehlt.
Bergfest. Nach bereits zehn Spieltagen hat der 1. FC Wundervoll die Hälfte seiner Pflicht in der Tasche: 20 Punkte. Das Projekt Klassenerhalt ist auf einem guten Weg. Und das sehr unaufgeregt. So unaufgeregt, wie zum Beispiel Trainer Uwe Neuhaus zwei unserer drei Oldies gegen Aachen auf die Bank setzte. Bemben musste Rauw Platz machen und Gebhardt blieb für Parensen draußen. Die Kapitänsbinde übernahm mit Younga-Mouhani der letzte AlteMohikaner.
Dass aus einem eher durchschnittlichem ein amüsantes Spiel aus rot-weißer Sicht wurde, daran hatte Aachen Torhüter Stuckmann einen gehörigen Anteil. Als Dribbelkönig wird er wohl nicht mehr berühmt werden. Aber auch Glinker sah unglücklich beim Aachener Tor aus. Allerdings kein Torwartfehler. Mosquera war giftig und mit zwei Treffern und einer Vorbereitung ganz entscheidend am Erfolg beteiligt. Im Gegensatz zur schludrigen Chancenverwerung der letzten Spiele zeigte sich Union effektiv. Schlechte Nachricht zu Beginn des Spiels als sich auf Aachener Seite unser ehemaliger Spieler Florian Müller schwer verletzte und ausgewechselt werden musste. Diagnose: Kreuzbandriss. Gute Besserung!
Aachener TSV Alemannia 1900 – 1. FC Union Berlin 1:4 (0:2)
0:1 Mattuschka (34.)
0:2 Mosquera (44.)
1:2 Demai (65.)
1:3 Stuff (78.)
1:4 Mosquera (90.)
Gelbe Karten: Demai, Herzig, Kratz – Younga-Mouhani (5), Sahin (1)
Zuschauer: 26.050
Die linke Seite mit Kohlmann und Parensen zeigt sich wie schon mehrfach in dieser Saison sehr sicher. Vor allem Parensen mit schnellen Antritten, die Aachens Hintermannschaft vor Probleme stellten. Wie flexibel diese Aufstellung ist, zeigte sich beim Wechsel, als Sahin für Kohlmann kam. Parensen rückte nach hinten auf die Linksverteidigerposition und Sahin nahm seinen Platz ein. Rauw zeigte eine ordentliche Leistung auf der rechten Seite. Mannschaftsdienlich holte Younga-Mouhani seine fünfte gelbe Karte ab und fehlt damit im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt. Mal sehen, wie der Trainer die Mannschaft dann aufstellt. Vielleicht mit Rauw als Sechser und dann Bemben oder Schulz als rechte Verteidiger. Unser ehemaliger Kapitän Daniel Schulz kam in Aachen am Ende übrigens zu seinen ersten Zweitligaminuten.
Noch ein paar letzte Worte dem Schiedsrichter Robert Hartmann hinterher. Am Anfang ahndete er ein Handspiel eines Aachener Verteidigers am Boden nicht. Dass sein Assistent beim letzten Spiel übersah, dass der Ball klar im Aus war, lag nicht an ihm. Allerdings hätte er das Spiel unterbrechen müssen, da Aachens Torhüter Stuckmann einen zweiten Ball ins Spiel brachte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er völlig die Übersicht verloren. Gut, dass der Treffer keinen Einfluss auf den Ausgang des Spieles hatte.
Montag Abend. Flutlicht. Aber ansonsten so familienkompatibel und fanfreundlich, wie sich das die DFL vorstellt. Soll man doch schließlich lieber vor dem Televisor sitzen, wie die Jungs hier drüben. Mehr werde ich nicht mosern, denn der 1. FC Wundervoll ist sehr stark auf diese TV-Gelder angewiesen.
Toll war das Spiel. Vielleicht nicht vom Ergebnis her. Aber die Mannschaft hat sich nach einer verkorksten ersten Hälfte, in der gar nichts zusammenging, noch einmal aufgerafft. Unser Problemkind wird mehr und mehr die Abwehr, wobei da natürlich die Verhältnisse gewahrt bleiben müssen. Die zweite Liga ist eben auch eine Leistungsklasse höher und mit Fürth kam auch eine Spitzenmannschaft. Trotzdem schauderte es dem einen oder anderen bei den beiden Gegentoren, die jeweils nach Standards fielen. Das bedeutet, dass die Zuordnung nicht stimmte. Zusätzlich stellt sich auch die Frage, warum unsere nicht gerade kleingewachsenen Abwehrspieler in der ersten Halbzeit kein Kopfballduell gewinnen konnten. Es bleibt also Arbeit für den Trainer. Wobei sich die Auswahl für das Spiel am Sonntag in Aachen reduziert. Vier Spieler gingen aus dem Montagsspiel mit Verletzungen: Patrick Kohlmann, John-Jairo Mosquera, Kenan Sahin und Shergo Biran. Wobei es letzteren mit einer Schultereckgelenksprengung besonders schlimm erwischte. Einen Wunsch für das Spiel gegen Aachen? Mal wieder zu Null Spielen.
1. FC Union Berlin – SpVgg Greuther Fürth 1:2 (0:2)
0:1 Mauersberger (9.)
0:2 Nehrig (20.)
1:2 K. Sahin (57.)
Gelbe Karten: Younga-Mouhani (4), Gebhardt (3), Mattuschka (2) – N. Müller, Fürstner, Schröck
Zuschauer: 14.150
Uwe Neuhaus schickte die gleiche Aufstellung wie gegen Duisburg auf den Platz. Kurz nach der Pause wurde doppelt getauscht. Für Benyamina und Gebhardt kamen Biran und Sahin. Auffällig ist, dass Neuhaus gegen Fürth Bemben durchspielen ließ, anstatt Rauw zu bringen. Bemben hatte gegen die schnellen Fürther das eine oder andere Problem. Jan Glinker hatte als Torhüter eine Aktie am zweiten Gegentor, als er nicht aus dem Tor kam, um die durch den Fünfmeterraum segelnde Flanke zu entschärfen. Dafür zeigte er danach gute Aktionen.
Die fehlenden Noten ergeben sich aus dem für Printmedien ungünstigen Spieltermin und werden noch ergänzt. Außerdem erwarte ich noch Zensuren vom Notenörgler.
Update (22.10.2009 16:30): Die Noten vom Kicker sind drin.
Update (26.10.2009 19:43): Die Noten der Fuwo sind drin.
Ist schon lange her. Der 1. FC Wundervoll in Duisburg. Am Vorabend des 3. Oktober. Warum darauf herumreiten? Weil es in Deutschland üblich ist, dass die Journalisten (theoretisch) am Vortag eines Feiertages frei haben, da am Feiertag selbst keine Zeitung erscheint. Die Kollegen Sportjournalisten arbeiteten trotzdem am Freitag. Am Sonnabend erschien allerdings keine Zeitung, obwohl genug Zeitungsläden in Berlin geöffnet hatten. Am Sonntag hatte der Berliner Kurier seine Noten in der Ausgabe. Für die BILD am Sonntag ist Union nicht wichtig genug und die BZ erschien erst am Montag wieder. Dann mangels Aktualität aber ohne Noten. Anders absurd: In Russland zum Beispiel erscheinen am Feiertag Zeitungen, aber am darauffolgenden Tag nicht. Wegen Feiertag.
Zum Spiel:
MSV Duisburg – 1. FC Union Berlin 3:1 (1:0)
1:0 Larsen (28.)
2:0 Larsen (48.)
2:1 Biran (82.)
3:1 Larsen (84.)
Gelbe Karten: Tiffert – Göhlert (1), Benyamina (1), Dogan (3)
Zuschauer: 12.017
Der einzige Wechsel bei Union war Dogan, der nach seiner Verletzung wieder in der ersten Elf stand. Parensen dafür auf der Bank. Bemben leitete mit einem katastrophalen Rückpass das 1:0 ein. Das und ein dreifacher Larsen bleiben vom Spiel in Erinnerung. Und eine Überschrift, die Mathias Bunkus vom Berliner Kurier dichtete: “Leben und leben larsen …”
Ein Dank geht an Michael Kranz von der BZ, der die unveröffentlichten Noten per E-Mail schickte, und an Klaus-Dieter Vollrath von der Bild, der zwar keine Noten vergeben hatte, aber ebenso schnell antwortete.
Die Süddeutsche Zeitung und dort speziell Hans Leyendecker haben seit einiger Zeit die Finanzen und die dazugehörige “Architektur” des FC Schalke 04 im Visier. In einem heutigen Text geht es um die Nachlizensierung durch die DFL. Dies betrifft knapp 20 Vereine von den insgesamt 36 Klubs der DFL. Namentlich nennt die Süddeutsche allerdings neben dem FC Schalke 04 nur den 1. FC Union.
Zunächst wird sich also die DFL mit dem Wirtschaftsfall Schalke beschäftigen. Bis Ende des Monats muss der Verein Unterlagen vorlegen. Auf den ersten Blick ist das nicht dramatisch, weil diesmal rund 20 Vereine der ersten und zweiten Liga nachträglich inspiziert werden. Darunter befindet sich beispielsweise Union Berlin. Bei genauerem Hinsehen könnten die Prüfer in dem Finanz-Geflecht der Schalker von Sicherheitskonten, Anleihen und Krediten auf manche Überraschung stoßen.
Nach der Trennung vom SponsorInvestor ISP wurde eine Nachprüfung bereits angekündigt und ist deshalb keine besondere Überraschung. Wichtig zu wissen wäre allerdings, ob es stimmt, dass die Gelder der ISP keine Rolle bei der Lizensierung gespielt haben. Das ist die offizielle Aussage des Vereins.
Der 1. FC Union Berlin hat die Deutsche Fußball Liga vorab über diesen Schritt informiert. Der Spielbetrieb des Vereins in der laufenden Saison bleibt davon unberührt, da die im Lizenzierungsverfahren eingereichte Etatplanung den ISP-Vertrag nicht beinhaltete.
Es müssen ja nicht konkrete Einnahmen von der ISP in den Lizenzunterlagen angegeben worden sein. Das ist schon aus dem Grund nicht möglich, dass der Vertrag erst nach Abgabeschluss der DFL-Lizenzunterlagen unterzeichnet wurde. Aber es wäre schon beruhigend, wenn man wüsste, ob überhaupt Angaben zu einem möglichen Hauptsponsor gemacht wurden und mit welchen Zahlen dort gerechnet wurde. Dann könnte man die Aufwertung des Engagements von kfzteile24 besser einschätzen.
Update: Matze Koch, freier Journalist, schreibt dazu:
Union-Sprecher Christian Arbeit hatte aber wohl deswegen keine Schweißausbrüche. Auf Nachfrage bestätigte er zwar eine Nachprüfung zum 31. Oktober. Doch diese sei als Bestandteil des Lizensierungsverfahrens im Frühjahr 2009 völlig planmäßig.





