Archive for the 'ausziehen' Category

Mir steht jedes Trikot!

Man denkt, man wär bei Heidi Klum, irgendwo im Bild hat sich das Topmodel versteckt, und man soll es jetzt suchen. Es war dann aber doch das 11Freunde-WM Quartier, das sich doyoufootball und der 1.FC Union zur Präsentation der neuen Trikots ausgesucht haben. Man kann nun einwenden “Öax, das ist ja nur für hippe Leute, die hippe Magazine lesen – wat is´n mit normalen Menschen” – aber einwenden kann man ja praktisch immer irgend etwas, und verglichen mit den zu solchen Anlässen üblichen Arkaden, Passagen oder Sportarenen war das eine ganz vortreffliche Wahl.

Es war im Vorfeld klar, wie die Trikots aussehen würden. Dachte ich. Und dann habe ich sie gesehen. Sind genau wie auf der Zeichnung, bloß ganz anders. Klare Farben. Extreme Straßentauglichkeit speziell bei dem Grünen. Hosen, Stutzen und Trikot immer einheitlich in einer Farbe. Keine komischen Karos. Dass man das mal als Pluspunkt vermerken würde!

Befragt, ob die so in Ordnung wären, sagt Karim Benyamina “Mir steht jedes Trikot”, aber auch Jan Glinker (“Das Lila stand nur Buschi, mir nicht”) will seines diese Saison anziehen. Burlington, übrigens. Da kann sich die Strickjacke von Mehmet Scholl mal ein Beispiel dran nehmen.

O-Töne zur Trikotvorstellung vor allem vom Geschäftsführer von doyoufootball, Bernd vom Geldern, im Podcast:

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Erste Halbzeit: Nicht viel. Zweite Halbzeit: Gar nüscht.

Nachdem wir Flo zum Spiel befragt hatten, war alles gesagt. Wir haben dann trotzdem noch ein bißchen weiter erzählt. Aus Gewohnheit eher. Über Auswechslungen, die wir nicht verstanden haben, über das ewige Stürmer-Thema, über Abschlussschwäche, über Wetter, über Zufriedenheit mit Spielverläufen. Das haben wir aber alles rausgeschnitten & weggeworfen, denn das einzig skandalöse an dem Spiel waren doch eigentlich: die Trikots! Endlich mal wieder ein Podcast über die wichtigen Dinge im Leben: Anziehsachen! Textilvergehen galore!

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Hefte raus, Klassenarbeit!

trikot

Die Jungs und Mädels von doyoufootball haben uns ein aktuelles Trikot des 1.FC Wundervoll spendiert. Und zwar dafür, dass wir ihre neue Webseite kritisiert (!) haben. Die meinen das offenbar ernst mit der Bodenhaftung und haben ihre Hausaufgaben in Gesellschaftskunde Medienkompetenz auf´s Gründlichste erledigt. Ich wünschte, Reklame käme immer so sympathisch und frei von Gebell daher. Schöne Grüße, Max – und danke!

Wir haben beschlossen, auch in Zukunft bestechlich zu bleiben und Geschenke an unsere Leser weiterzuverschenken. Das Trikot ist Größe L, ich seh darin ein bißchen aus wie Carola Huflattich, das liegt aber an mir, nicht am Trikot – an einem normalgroß gewachsenen Mann sollte es ruckelfrei sitzen.

Was wir uns dafür von euch wünschen, ist schnell erklärt. Macht unseren Job! Schreibt uns was. Malt, fotografiert, filmt, bastelt, singt, pfeift oder trommelt. Habt Ideen. Ich möchte mich zu und zu gerne mal in meinem Schaukelstuhl zurücklehnen und zukucken, wie sich unser Blog von selber füllt. Es sollte im weitesten Sinne mit Fußball zu tun haben, es muss nicht zwingend um den Verein der Vereine gehen.

Denen, die mitmachen, winkt unsterblicher Ruhm – ihr wisst ja, das Internet schläft nie und vergißt nichts ;) Wir veröffentlichen alle Teilnehmerbeiträge, behalten uns aber vor, willkürlich zu entscheiden, wer das Trikot bekommt. Gewertet wird, was bis zum 12.12.2009 bei uns eingeht. Auch Flaschenpost und Brieftauben werden berücksichtigt, ich empfehle jedoch E-Mail oder die Benutzung der Kommentarfunktion.

Wir freuen uns auf euch.

Wir und die anderen.

Ich habe den Trainer, der gestern im Stadion zu Duisburg weilte, gefragt, ob er angelegentlich dessen nicht zufällig Lust hätte, etwas ab- oder beifälliges über Union zu schreiben. Er hat sich dann für ersteres entschieden, und alles andere wäre auch unerhört gewesen. Nun ist es so, dass wir das mit dem uns loben ganz gut selber hinkriegen. Das Mosern überlassen wir getrost den anderen. Und ich weiß wirklich niemanden, der treffsicherer mäkeln könnte als eben der Trainer. Feindliche Übernahme galore!

Rostige Schar

von Trainer Baade

Hier sollte eigentlich eine veritable Tirade auf Union Berlin stehen, deren “Anderssein” dermaßen zum Hals raushängt, wie dass es bei der Existenz des FCK in Kaiserslautern ja auch um die Existenz “der Region” (© by janus) ginge. Dann fiel auf, dass über diesen übel nach Arbeiterschweiß stinkenden Verein, der zeit seines Lebens in den Niederungen rumkrebste, bis er im Jahr 2009 durch eine glückliche Fügung mal das Licht der Zweitligatabellenspitze erblinzeln durfte, bevor er sich durch seine eigene Provinzialität und sein Anderssein auch im Umgang auf dem Transfermarkt sowie in Finanzdingen wieder in die Niederungen der dritten Liga verabschiedete, eigentlich nichts bekannt ist, was man aufs Korn nehmen könnte. Weshalb hier keine veritable Tirade steht, sondern nur ein leichter Seufzer ob der stetigen Wiederholung derselben einskommafünf Klischees, die sich bald soweit verselbständigt haben werden, dass sie auch ohne Fußballklub noch existieren. Eine formidable Idee: einfach abschaffen, dann finden auch keine Spiele mehr statt. Stattdessen treffen sich alle Andersartigen in einer Kneipe, rufen ein paar mal irgendetwas Metallenes und versichern sich dann gegenseitig, wie anders man doch sei. Das reichte eigentlich aus und noch dazu müsste es keiner mehr hören, der nicht in 2km Umkreis um das echt handgemachte Stadion lebt.

Dann könnte man auch endlich vergessen.

Unternehmenskommunikation im Internet

Lektion 1 – Wie man es nicht macht

Beispiel:

Ein Popelblogger schreibt einen Beitrag, der von einer Handvoll Leser (ca. 400) im großen Internet gelesen wird. In diesem Beitrag zieht er über Ihre Firma und ihr neues Logo her. Das neue Logo soll Sie auf den Weg in höhere Sphären bringen. Sie haben die Nase voll von UEFA-Cup. Sie wollen Champions League. Und nun fängt da so ein Schlurchblogger an, Ihnen ans Bein zu pinkeln. Unsere Beispielperson für diese Lektion, verantwortlich für die Unternehmenskommunikation, reagiert so:

“Wir der ALDI unter den Sportmarken? Schlurchmarke? Den machen wir platt. Wäre ja gelacht. Da könnte ja jeder kommen. Dem werden wir so ordentlich den Hintern versohlen, dass er da lange nicht mehr drauf sitzen mag. Erst einmal den Anwalt anrufen. Abmahnung. Unterlassungserklärung. Saftige Rechnung. Chakka!”

Paar Wochen später.

“Mal sehen, ob dieser Popelblogger sich noch traut, etwas über uns zu schreiben. Ach nee! Google gibt noch andere Seiten aus, die auf diesen Beitrag hinweisen. Jetzt wird aber mal eine ordentliche Vertragsstrafe fällig. Erneuter Anruf beim Anwalt. Und noch eine Unterlassungserklärung. Uns doch egal, ob er die Beiträge dort selbst eingetragen hat oder ob dies automatisch passiert. Er ist der Urheber. Hätte er mal richtig in dem Internet gesucht. Das wird er nie vergessen!”

Weiter geht es in dieser Lektion mit dem Streisand-Effekt

Hintergrundgeschichte bei allesaussersport: Wie JAKO anderen Leuten das letzte Trikot auszieht

Kampfziegen.

kampfziegen

Aufgabe: Stellen Sie einen Zusammenhang zwischen Überschrift und Foto her, der die Vermutung widerlegt, bei den abgebildeten Damen handele es sich um Kampfziegen! Machen Sie darüber hinaus den fußballerischen Kontext deutlich! Sie haben 30 Minuten Zeit, und wer abschreibt, fliegt raus. Auf die Plätze, fertig, los!

Lösung: Ich google “Kampfziege”. Milan rief an. Ob ich Lust hab, Drachenbootrennen zu fotografieren. Ich google “Drachenboot”. Ich habe Lust. Ich könnte auch für das 5Ziegen-Team mitfahren, sagt Milan. Kriegsname: Kampfziegen. Ich antworte etwas ähnliches wie “öhm”. Ich wurde bei Mannschaftssportarten immer als Vorletzte ausgewählt. Nach dem dicken Jungen, aber immerhin vor dem dicken Mädchen. Das kann niemand, der bei Wasauchimmer gewinnen will, ernsthaft in Betracht ziehen. Andererseits: Drachenboot! Allein das Wort schon! Zwischen den Rennen, sagt Milan, ist auf der Wiese rumliegen, Bier trinken und grillen. Das sind nun wieder Sportarten, die ich ausgezeichnet beherrsche. Besonders liegen.

Heute um kurz nach 10 stand ich an der Regattastrecke in Berlin-Grünau und suchte Milan. Dem Manne fehlt, so glaube ich, ein Mobilfunkgerät. Einen einzelnen rotweißen Unioner unter lauter rotweiß angezogenen Unionern auszumachen, ganz ohne Telefonjoker … man hat´s einfach verlernt. Dafür wusste ich nach doppelter Geländeumrundung, wozu ich im Übermut ja gesagt hatte. Ungefähr alle Unionfanclubs waren dort, um angestiftet vom Eisernen Virus den 7. Drachenbootcup auszutragen. Das Team “Geschäftsstelle” mit Sylvia Weisheit an der Trommel, Dirk Zingler und Fanshop-Sylvie an den Rudern sowie Antonio Hurtado am Kochlöffel. Eine Mannschaft namens Eiserne Kubik-Elfen, Einstellungsvoraussetzung für Männer: mindestens 100 Kilo Lebendgewicht; die Frauen waren ab 80 Kilo dabei. Und wirklich & wahrhaftig bezaubernd “My fähr Lady” – die Frolleins mit den roten Hüten, keineswegs Kampfziegen, neinnein.

Ich habe mir im Verlaufe des Tages mehrmals gewünscht, ich hätte 1) ein Handtuch 2) ein trockenes T-Shirt und 3) sämtliche in meinem Besitz befindlichen Badeschlüpper eingepackt. Ich bin drei Rennen mitgefahren und dreimal auf unterschiedliche Weise komplett gewässert worden – und sodann wieder getrocknet. Gelernt habe ich folgendes: 1) Ich bin auch im Rudern schlecht, 2) von Wasser wird die Haut nicht dünn, auch wenn das immer alle sagen und 3) Fotografieren geht aber noch ganz gut.

Fußballfanclubs. Mannmannmann.

Die schönsten Pausen.

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Eberswalde. Heimat des mööp. Weltstadt. Waldstadt. Lieber Fußballgott, ich weiß ja nicht, was Du heute gemacht hast, während ich das hundertjährige Betriebsjubiläum von Motor Eberswalde gefeiert habe. Aber im Westendstadion warste sicherlich nicht, sonst hättest Du unsere Torwärter so nicht aus der Kabine gelassen.

Union gewinnt das Testspiel gegen Motor Eberswalde 1:0 durch einen Elfmeter von Torsten Mattuschka. Carsten Busch und Jan Glinker gebührt das Große Tim-Wiese-Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Ich werte das als Vorbereitung auf den DFB-Pokal und sehe dem Trikottausch vorfreudig entgegen. Erstmals in seinem Torwartleben würde der Wiese hinterher ein noch interessanterfarbenes Trikot haben als vorher …

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Zieh´Dir das mal an!*

Der Eiserne V.I.R.U.S. hat aktuell ein T-Shirt im Sortiment, das man auf ebay schon mal betrachten und korrekt finden kann. Das Motiv überzeugt den kritischen Sportfreund auf Anhieb, aber wenn´s dit Nicki bitte auch in einer Kindergröße geben könnte? Tailliert, möglicher Weise? V-Ausschnitt, eventuell? Und in … Rot? Dann würde ich es noch lieber kaufen als sowieso schon.

(Ok. Kein Ponyhof. Aber … in XL seh ich aus wie Apfel im Schlafrock. Bitte!)

holt-mich-hier-raus

*Die guten Sätze sind alle schon weg. Meine besten Titel sind deshalb immer von wem anders. Dieser hier ist von der anbetungswürdigen Kirsten Fuchs, die ihre gesammelten taz-Kolumnen so überschrieb.

Banausenkultur.

Die Uraufführung in der Freiheit 15 in Köpenick liegt inzwischen zwei Jahre zurück, die Begeisterung bleibt ungebrochen. Vom 2.-7. Dezember 2008 gibts deshalb eine Neuauflage von Jörg Steinbergs “Stück zum Spiel”, das hierzublog bereits an anderer Stelle Erwähnung fand. Ich gehe da nächste Woche Freitag nur hin, um diesen Dialog zu hören:

Sohn: Papa, du begreifst nichts! Auch dein Verein wird sich dem Kommerz unterwerfen müssen, wenn er das nicht schon längst getan hat.
Vater: Denkst Du, ich erkenne die Zusammenhänge nicht? Aber wir sind anders! Wir werden uns, solange es geht, dagegen wehren!
Sohn: Indem ihr einfach nur Scheiße spielt, oder wie?

[Jörg Steinberg: Und niemals vergessen: EISERN UNION! - Das Stück zum Spiel]

Aber auch, weil mit Samuel Hof einer der tollsten Bühnenbildner von Welt dort einen hervorragenden Job gemacht hat. Und wegen Karin Düwel, Natascha Paulick, Frank Auerbach, Alexander Hörbe, Chris Lopatta und Dirk Schoedon. Naja, ein bißchen sicher auch deshalb, weil meine rote Trainingsjacke einfach mal wieder raus muss.

Kann losgehen!

DoYouFootball  hat uns ein feines neues Heimtrikot gebastelt. Bißchen Angst machen mir nur die ohropax-gelben Pokaltrikots. Den Gegnern hoffentlich auch.