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Ajoo!

Liste der Dinge, über die ich in den letzten drei Tagen schreiben wollte, wo* ich dann aber nicht dazu kam, wegen schlimmer Zeitnot:

1) Union gewinnt in meiner Abwesenheit gegen Hermsdorf. Berlinpokal, Halbfinale, Verlängerung, Elfmeterschießen, und der Gewinner hilft TeBe in den DFB-Pokal – auch hier etabliert sich Traditionelles. Sehnsuchtsvolle Blicke nach Köpenick!

2) Steffi gewinnt auch, nämlich was zum Anziehen. Was zum Anziehen ist immer gut, anziehen an sich ist sogar so gut, dass ich das jeden Tag mache, und an manchen Tagen gar mehrmals. Kusshände nach Wiesbaden!

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3) Der Trainer schreibt für Zeit online. Ich kann Leute kennen! Mannomann. Rübergewunken nach Duisburg!

4) Robert & the Roboters. Gäbe es einen Soundtrack zu meinem Blog, bestünde er aus ihrer Musik. Aloha nach Dresden!

5) Marco Gebhardt ist bei spox.com im Interview und sagt was sehr Tröstliches übers Altsein.

Weil “jung” und “alt” keine aussagekräftigen Kategorien im Fußball sind. Es gibt nur “gute” und “schlechte” Spieler.

Weil ich nicht weiß, wo die spox-Redaktion sitzt, grüße ich ganz herzlich unseren gemeinsamen Freund, das Internet ;)

Ob das mit der Zeitnot wohl wieder besser wird? Ajoo, würden die Wiesbadener sagen. Wie man das ausspricht? Keine Ahnung, ich hoffe auf ein Lehrvideo, vergleichbar dem “hh hh h”-Film.


hh hh h / bebrillt on 12seconds.tv

* Dies ist kein Grammatikfehler. Es ist das berühmte Löw´sche “wo” und muss in fußballerischen Kontexten zwingend verwendet werden. Sonst erkennt ja kein Mensch, dass es hier um Fußball geht, nicht wahr?

Shift happens.

Ich war zwischen vorgestern und jetzt auf der Internetkonferenz ohne Internet*, drum blieb es etwas still hier. Mal muss man ja auch kucken, was das für Leute sind, die alle Tage das Netz vollschreiben. Ob die wirklich so blaß und schlecht genährt sind, wie immer alle denken. Ob die nur tech und klingonisch sprechen.** Ob das Internet tatsächlich bloß eine gigantische Kopiermaschine ist. Ob die Unterhaltung stirbt, wenn die Unterhaltungsindustrie stirbt. Wie aus kulturgeschichtlicher Perspektive Grimms Märchen und wikipedia zusammenhängen. Und was genau persuasives Webdesign wäre.

re:al

Die re:publica gibt es in Berlin seit 2007, sie beschäftigt sich mit Themen der Netzkultur und Netzpolitik, und wenn man, so wie ich, immerzu mit diesem Internet rummacht, ist es nicht die weltweit schlechteste aller Ideen, sich mit anderen, die genau das ebenfalls tun, zu treffen.

re:mmidemmi

Man kann Glück haben, dabei. Und ich hatte Glück. Ich habe nur liebenswerte und bezaubernde Menschen getroffen. (Den un-liebenswerten, nicht-bezaubernden habe ich kurzerhand das Gespräch verweigert.) Gestern abend auf der Twitterlesung kam ich mittenmang @stijlroyal, @kcpr, @wollbindung, @AF_Blog, @ghostdog19 und @helrunar zu sitzen, was stijroyal so beschrieb:

Ich saß doch zwischen @rudelbildung unf @af_blog. Das sah doch aus wie King Kong mit zwei weißen Frauen. Das muss man doch sehen.

Ich fand, wir ham ihn sehr hübsch eingerahmt. Und überhaupt, die ganze Twitterlesung – sehr hübsch!

re:alsatire

Man kann Pech haben, dabei. Und Pech hatte ich ebenfalls. Ich verirrte mich gleich am ersten Tag auf ein Panel, das an den Spreepark erinnerte. Dinosaurier. Umgefallen. Es ist nett, wenn Helmut Lehnert, den ich im übrigen außerordentlich schätze, sich an die erste Webseite von Radio Fritz erinnert – aber mal ehrlich: Viel Wasser. Die Spree. Runter. Seitdem. Dann geschah Seltsames: Die Twitterwall funktionierte (weil @343max zaubern kann), und Publikumsäußerungen wurden darüber unmittelbar und ungefiltert eingeblendet. Es waren Äußerungen des Unmuts. Das anfängliche “oh, ich bin drin” wich flugs einem nörgeligen “Könnten die Diskutierenden ihrem Gespräch bitte den Kenntnisstand von 2009 zugrunde legen?!”, das fließend in allgemeinem Gepöbel mündete, bevor das Publikum begann, seine eigene Parallelshow zu veranstalten. Die Geschichte des Webzwonull – nacherlebt in einer Viertelstunde.

re:izwörter

Man kann außerdem etwas haben, wo man nicht richtig weiß, isses Glück, isses Pech, und Peter Glaser kann man sowieso finden, wie man möchte, aber sein Schiedsrichterbeispiel im Kontext von “Veränderung passiert” ist zumindest sehr anschaulich:

Zu den neuen Regeln gehört, dass wir mehr Positionen zulassen müssen als bisher. Die Lage ist komplex. Der Schiedsrichter bei einem Fußballspiel ist ein Inbild der alten Zeit. Er ist mit seiner singulären Sicht auf dem Spielfeld in einer wesentlich schlechteren Position als jeder Zuschauer vor dem Bildschirm. Der Schiedsrichter ist sozusagen aussichtslos. Er betrachtet die Welt immer noch von seinem vereinzelten Standpunkt aus, der einen heute angesichts der elektronischen Multiperspektive hoffnungslos ins Hintertreffen geraten läßt. In kritischen Situationen auf dem Spielfeld muß der Schiedsrichter aus seiner subjektiven Position heraus entscheiden, obwohl ihn eine beunruhigende Medien-Objektivität umgibt: Der träge Zuschauer auf dem Sofa sieht im Lauf der nächsten Sekunden die Situation aus unterschiedlichen Kamerapositionen, in Zeitlupe wiederholt, vielleicht noch grafisch verstärkt, und kann sich ein – dem Fußball angemessenes – rundes, ganzheitliches Bild machen.

[Peter Glaser: In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?]

Danke, aber danke nein, ich möchte jetzt NICHT über den Videobeweis diskutieren. Dinge verändern sich, und manche werden sogar besser. Andere nicht, und manche sterben. Die machen das aber nicht von selbst, die Dinge. Und deswegen bin ich Gestalter geworden.

In diesem Sinne, re:ingehauen!***

*Das Copyright auf diese Bezeichnung hält der Spielmacher. Zu Recht wird allerorten kritisiert, dass wir Blogger gar keinen eigenen Content produzieren, sondern immer bloß abschreiben. Notfalls voneinander. Ich bin auch so eine, aber das wisst ihr ja längst.
** Ich entschuldige mich bei Mario höchstpersönlich, vorab und in aller Form: Kein Durchkommen bei solchen Themen ohne Englisch. Klingonisch gabs nur deshalb nicht, weil das kein past tense hat, hieß es.
***Steht so auf meinem T-Shirt. Ist mir natürlich auch nicht selbst eingefallen. Dank und Kirschblüten an Sebastian!

… Trainer?

Matze Koch : “… vielleicht können beide mal was sagen zur bevorstehenden Partie in Aalen?”
Uwe Neuhaus: “Willst Du was sagen?”
Kenan Sahin: “Trainer, ich geb Ihnen das Wort.”
Uwe Neuhaus: “Nö – ich hab auch keine Lust.”

Sollte außer mir irgend jemand dieses Videointerview von Matze Koch mit Uwe Neuhaus und Kenan Sahin noch nicht gesehen haben: bitte! sofort! ankucken! Ich sag nur: ich atme den Kaffee schon wieder durch die Nase aus. Mehr sag ich gar nicht.

[Danke an mööp, bunki & den teppichtester für den sachdienlichen Hinweis!]

Auch mal die Kirche im Dorf lassen.

Matze Koch befragt Dieter Hoeneß zum Thema Union Berlin, und der verliert gar schmeichelhafte Worte, und zwar reichlich.

“Ich bin ziemlich sicher, dass wir sie nächstes Jahr in der 2.Liga sehen werden, und auf Sicht glaub ich auch, dass da etwas entstehen kann, das vielleicht irgendwann auch (…) einen Erstligisten geben wird.”

[Dieter Hoeneß]

Letzteres scheint mir denn aber doch übertrieben.

Womit ich außerdem nicht gerechnet hatte.

Auf dem Titel der gedruckten Ausgabe (#88) von 11Freunde kann ein Satz von ewig währender Wahrheit und Schönheit nachgelesen werden.

Die Pixies haben mein Leben verändert.

Aber dass ich mal eine Gemeinsamkeit zwischen Frank Rijkaard und mir feststellen würde: damit war tatsächlich nicht zu rechnen. Schönes Interview über viel Musik und wenig Fußball. Aber vielleicht gerade deshalb.

Wörter, die ich im Zusammenhang mit meinem Fußballverein nie wieder hören möchte (3).

Finanzkrise.

Wörter, die ich im Zusammenhang mit meinem Fußballverein nie wieder hören möchte (2).

Aggressionspotential; gewalttätig.

Wörter, die ich im Zusammenhang mit meinem Fußballverein nie wieder hören möchte (1).

Pleite; einige Idioten (wird leider fortgesetzt.)

HallelujaSushiSushiBangBang.

Da fällt mir nix zu ein. Karim, ey! Ich glaubs ja nicht.

Live aus Unterhaching.

Morgen wagen wir uns erneut an ein munteres Liveblogging aus dem Generali-Sportpark von der Partie SpVgg Unterhaching vs. 1. FC Union Berlin. Sofern der Reporter seinen Flieger nicht verpasst ;)

Bis dennewitz, tschö mit ö, rinjehauen!