Monthly Archive for April, 2008

Fußball als literarisches Motiv: Karl Mickel.

Fred hat mal die “Kleine Anthologie der Fußballpoesie” geschrieben. Hab ich ´n Jahr lang drüber nachgedacht, und seit gestern weiß ich, dass da was fehlt. Im “Stück zum Spiel” erwähnt, es gibt auch eine literaturwissenschaftliche Magisterarbeit drüber, vermisse ich Karl Mickel.

Wohin mit BFC? -In Gully.
Was sollnse dort? -Stinken. -Wie lange? -Ewig.
Wohin Union? -In Himmel.
Was sollnse dort? -Leuchten. -Wie lange? -Ewig.

[Karl Mickel: Dritte Ode]

Sollte wer den vollständigen Text aufstöbern: Danke, sehr gerne.

Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren.

Dann hätten ich und jemand, den ich kenne, gestern was anderes gemacht als das hier:

(Heißen Dank dem location scout!)

Ein Hinweisschild hochhalten.

Heute mach ick ma ja nüscht. Weil, es hat heut schon wer anders was für mich getan. Auf Spreeblick. Da gibts einen wunderschönen Artikel über die Alte Försterei, und die Leute in dem Text – die kenn´ ick ooch alle. Bitte hier entlang.

(Übrigens gabs dieses Wochenende schönwetterbedingt reichlich Löwenzahn statt Pfützen auf den Stehtraversen. Wollts bloß erwähnt haben.)

Du bist ganz schön bedient, hast Du zu mir gesagt.

Keiner, wirklich niemand, muss gegen die Zweite von Cottbus verlieren.

Dem Morgenrot entgegen.

Richtiger Optimismus ist das aber auch nicht:

Christian Beeck, Sportdirektor beim 1. FC Union Berlin, sagt: »Wenn wir es nicht schaffen, ein Team zu stellen, das mit der U23 eines Bundesligisten konkurrieren kann, haben wir in der 3. Liga eben nichts verloren.«

Tim Jürgens, Robert Mucha und Benjamin Apitius, 11Freunde: Die Kollaps-Liga

Mein lieber Herr Gesangsverein Sportdirektor, ich möchte bitte motiviert (siehe auch »Klinsmann-Effekt) werden! Ich will Parolen hören, “Vom Acker direkt auf die Rasenheizung”, “Wir sind Unioner, wir schaffen das”, oder kleine Motivationsschübe à la “Diesmal haben wir es gründlich überdacht” mit ´nem Foto von Block J drunter – und vielleicht mit etwas mehr als ´ner Blockfahne drüber. Bißchen Opium braucht das Volk schon.

Heimatkunde.

Das deutsche Wort Heimat verweist auf eine Beziehung zwischen Menschen und Raum. (wikipedia: Heimat)

Dichter ran.

Dass ich das noch erleben darf! Volker besucht die Fußballnationalmannschaft der Autoren.

Dabei kann man ja, wenn man Spaß will, auch einfach nur rumsitzen, was dann im Vereinsheim auch ausgiebig getan wurde. Die Schriftsteller sahen prompt wieder viel schriftstelleriger aus.

Wenn er jetzt noch anfängt, selbst zu spielen, werde ich fürderhin in allen Formularen “Spielerfrau” als Berufswunsch angeben.

[Den herrlichen Titel hab ich mir wie immer nicht selbst ausgedacht, sondern selbst gestohlen. Danke, rowohlt!]

Die drei ??? müssen lachen.

Gefragt, was er sich unter einem Textilvergehen vorstellt, sagt Gerd:

Angela Merkels Abendkleid.

Dieses Bild ist betrunken.

Ab morgen keine schönen Plakate mehr :( Deshalb wollen wir sie so in Erinnerung behalten, wie sie uns zuerst begegnet sind. An Orten, wo wir nicht damit gerechnet hatten, sind wir voller Stolz, Freude und Sammelleidenschaft rechts ran gefahren und haben unser Bild gemacht. Jeden Tag sind wir aufs Neue losgelaufen und haben gesucht, gehofft und dann gewartet, dass das verflixte Megaposter sich endlich drehen möchte. Manche fanden wir eher zufällig, manche planmäßig, einige an unspektakulären Orten, andere standen wie Touristen vor Sehenswürdigkeiten und warteten förmlich darauf, fotografiert zu werden. Auch wenn wir nicht alle 50 geschafft haben – nicht mal ansatzweise, zu meinem größten Bedauern – war´s doch eine gute Zeit.

Ab morgen dann was Neues. Auch wenn ich noch nicht weiß was.

Mit System.

Ein Spielsystem zeichnet sich ab: wir gewinnen auswärts 0:3, spielen dafür aber zu Hause 1:1 unentschieden, auch wenn das gar nicht nötig ist. (Heute war leider ein Heimspiel.) Sollte es der Spielverlauf ergeben, dass die Chancen auf unserer Seite überhand nehmen, können wir uns jederzeit auf das ausgezeichnete Kombinationsspiel zwischen Karim und dem Torpfosten verlassen.

Über das Spiel gegen den Wuppertaler SV gibt es deshalb auch nichts weiter zu sagen. Über den Zustand der Waldwege schon. Es gibt sie praktisch nicht. Ich wünsche mir zum Geburtstag unionrote Gummistiefel. Kann man das bitte der Fanartikelindustrie mitteilen? Danke.